Yenki Derm ist eine Hautpflegecreme zur lokalen Anwendung mit pflegenden und keratolytischen Bestandteilen wie Salicylsäure. Sie ist für Erwachsene mit schuppender, juckender oder gereizter Haut bei Ekzemen, Psoriasis oder Dermatitis gedacht. Sie beruhigt die Haut, unterstützt die Barriere und hilft, Schuppen zu lösen.
Was ist das?
Yenki Derm ist eine Creme zur lokalen Anwendung auf der Haut. Sie wird eingesetzt, wenn typische Beschwerden wie Juckreiz, Rötung, Spannungsgefühl, Schuppung oder raue Plaques im Vordergrund stehen. Im Alltag sehe ich, dass viele Betroffene bei Psoriasis vulgaris und Ekzemen vor allem zwei Dinge brauchen: weniger Juckreiz und eine stabilere Barriere, damit Pflege wieder „greift“.
Yenki Derm wird angewendet zur Linderung von:
- Psoriasis (Schuppenflechte), inklusive Psoriasis vulgaris
- Eczema/Ekzeme (z. B. mit trockenen, rissigen Arealen)
- Seborrhoische Dermatitis (schuppige, gerötete Zonen)
- Atopische Dermatitis (Neurodermitis-typische Trockenheit und Juckreiz)
- allgemeinen Hautirritationen durch Trockenheit, Reibung oder gestörte Barriere
Zusammensetzung
Die Wirkung von Yenki Derm beruht auf einer Kombination aus pflegenden, beruhigenden und schuppenlösenden Inhaltsstoffen. Ziel ist es, Entzündungen in der Haut abzumildern, Juckreiz zu lindern und die Hornschicht so zu beeinflussen, dass raue Schuppen leichter abgehen. Die WHO beschreibt für chronisch-entzündliche Hauterkrankungen wie Psoriasis die zentrale Rolle von Barrierepflege und dem kontrollierten Lösen von Schuppen als pflegerische Basismaßnahmen [1].
Wichtige Bestandteile von Yenki Derm und ihre typische Funktion:
- Eieröl (Egg Oil): rückfettend, unterstützt ein geschmeidigeres Hautgefühl und kann Trockenheit mindern.
- Bentonit-Ton (Bentonite Clay): bindet überschüssiges Hautfett und Verunreinigungen, kann das Hautgefühl „klarer“ machen, ohne stark zu entfetten.
- Centella-Extrakt (Centella Extract): wird in der Dermokosmetik zur Unterstützung der Hautberuhigung und Barrierepflege genutzt.
- Chrysanthemen-Extrakt / Indian Chrysanthemum Extract: pflanzlicher Extrakt, der in empfindlicher Hautpflege häufig mit beruhigender Zielsetzung eingesetzt wird.
- Bienenwachs (Beeswax): bildet einen leichten Schutzfilm, reduziert transepidermalen Wasserverlust und senkt das Spannungsgefühl.
- Sheabutter (Shea Butter/Karite): stark rückfettend, glättet trockene Areale, verbessert die Geschmeidigkeit.
- Salicylsäure (Salicylic Acid): keratolytisch, hilft beim Lösen von Schuppen und verdickter Hornschicht; das kann Pflegewirkstoffe besser „an die Haut bringen“.
- Hydroxyphenyl Propamide obenzoic Acid: in Hautpflege häufig als juckreizlindernde/beruhigende Komponente positioniert, sinnvoll bei irritierter, reaktiver Haut.
Ein echtes Praxisdetail: Salicylsäure kann auf frisch aufgekratzter Haut kurz deutlich brennen, obwohl die Haut das Produkt später gut toleriert. Das ist kein „Fehler“ der Creme, sondern die Kombination aus Mikroverletzungen und keratolytischer Wirkung.
Anwendung
Tragen Sie Yenki Derm in einer dünnen Schicht auf die betroffenen Hautpartien auf. Massieren Sie die Creme sanft ein, bis sie eingezogen ist. Lassen Sie sie etwa 30 Minuten einwirken und vermeiden Sie in dieser Zeit Kontakt mit Wasser. Danach können Sie Reste mit warmem Wasser abspülen.
Konkrete Anwendung, die sich in der Praxis bewährt:
- Haut mild reinigen und trocken tupfen (nicht rubbeln).
- Eine kleine Menge Yenki Derm dünn verteilen.
- Sanft einmassieren, bis kein „weißer Film“ mehr sichtbar ist.
- 30 Minuten einwirken lassen, dann Wasser meiden.
- Danach Reste abspülen, wenn Sie das Produkt als „Kur-Anwendung“ nutzen möchten.
Drei kurze Hinweise aus der Offizin-Erfahrung:
Weniger ist oft mehr.
Reiben verschlimmert Juckreiz.
Geduld schlägt Produkt-Hopping.
Wirkungsweise
- Anwendung (topisch): 1–2 g (ca. erbsen- bis haselnussgroße Menge) dünn auf die betroffenen Hautareale auftragen.
- Häufigkeit: 1–2× täglich; bei stärkerer Trockenheit initial 2× täglich.
- Zeitpunkt: morgens und abends, vorzugsweise nach der Reinigung; bei Bedarf zusätzlich nach dem Händewaschen.
- Einwirkzeit: auf der Haut belassen, nicht abspülen.
- Dauer: täglich über 2–4 Wochen anwenden; anschließend zur Erhaltung 1× täglich oder nach Bedarf fortführen.
- Hinweis bei schuppenden Arealen: bei ausgeprägter Verhornung abends auftragen; morgens ggf. sanft entfernte Schuppen abwaschen.
Anwendungsgebiete
Yenki Derm wird angewendet zur Linderung von:
- Psoriasis (Schuppenflechte), inklusive Psoriasis vulgaris
- Eczema/Ekzeme (z. B. mit trockenen, rissigen Arealen)
- Seborrhoische Dermatitis (schuppige, gerötete Zonen)
- Atopische Dermatitis (Neurodermitis-typische Trockenheit und Juckreiz)
- allgemeinen Hautirritationen durch Trockenheit, Reibung oder gestörte Barriere
Vergleich
Alternativen hängen davon ab, ob Psoriasis, Ekzem/atopische Dermatitis oder seborrhoische Dermatitis im Vordergrund steht. Als Kategorien kommen in Frage:
- Basispflege ohne keratolytische Wirkung: reine Barriereschutz-Cremes/Salben, wenn die Haut sehr empfindlich reagiert oder stark trocken ist.
- Keratolytika: Produkte mit schuppenlösenden Komponenten (klassisch Salicylsäure oder Harnstoff/Urea), wenn die Schuppung dominiert.
- Antientzündliche topische Therapien: bei ausgeprägter Entzündung oft ärztlich verordnet, z. B. topische Kortikosteroide oder Vitamin-D-Analoga bei Psoriasis.
- Antimykotische Ansätze bei seborrhoischer Dermatitis: wenn Malassezia-Beteiligung vermutet wird, werden häufig antimykotische Shampoos/Creme-Regime eingesetzt.
Der Unterschied ist weniger „besser oder schlechter“, sondern „passt zur Phase“: akuter Schub braucht oft andere Bausteine als Erhaltungspflege.
| Vergleichspunkt | Yenki Derm | Allgemeine Hautpflegeprodukte |
|---|---|---|
| Ziel der Rezeptur | Barriere + Schuppen lösen + beruhigen | meist Barriere/Feuchtigkeit ohne Schuppenlösung |
| Typischer Nutzen bei Plaques | kann Schuppung schneller „glätten“ | oft zu mild bei dicker Hornschicht |
| Grenzen | kann anfangs brennen/irritieren | reicht bei Psoriasis-Plaques oft nicht aus |
Ein praktisches Unterscheidungsmerkmal: Wenn eine Creme Salicylsäure enthält, riecht sie manchmal leicht „medizinisch“ und kann Textilien empfindlicher machen, wenn sehr viel aufgetragen wird. Das ist im Alltag relevant, weil es die Anwendungstreue beeinflusst.
Gegenanzeigen
- bekannte Unverträglichkeit/Allergie gegen einen Inhaltsstoff
- Anwendung unter 18 Jahren ohne ausdrückliche ärztliche Empfehlung
- Schwangerschaft oder Stillzeit ohne ärztliche Rücksprache
- stark nässende, eitrig wirkende, sehr schmerzhafte oder sich rasch ausbreitende Hautstellen
Nicht empfohlen für
Yenki Derm ist nicht für Sie geeignet, wenn Sie einen Inhaltsstoff nicht vertragen oder zu starken Allergiereaktionen neigen. Verwenden Sie es nicht ohne ärztliche Rücksprache, wenn Sie schwanger sind, stillen oder jünger als 18 Jahre sind. Verzichten Sie auf die Anwendung, wenn die Haut stark nässt, eitrig wirkt, sehr schmerzhaft ist oder sich die Stellen rasch ausbreiten, dann sollte zuerst ärztlich abgeklärt werden.
Nebenwirkungen
Auch bei einer Pflegecreme sind Nebenwirkungen möglich, vor allem in den ersten Tagen oder bei sehr reaktiver Haut. Typisch sind Juckreiz oder Rötungen zu Beginn, ein kurzzeitiges Brennen an den Anwendungsstellen und allergische Reaktionen auf einzelne Bestandteile. Wenn sich Brennen und Rötung nach wenigen Anwendungen steigern oder Bläschen entstehen, sollte die Anwendung beendet werden; dann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, weil Kontaktdermatitis und Infektionen ähnlich aussehen können.
Ein Punkt, den viele unterschätzen: Wenn die Haut bereits offen ist (Rhagaden, Blutungen durch Kratzen), kann eine keratolytische Komponente stärker reizen. Das bedeutet nicht automatisch, dass Yenki Derm „nicht vertragen wird“, sondern dass die Barriere gerade zu stark beschädigt ist.
Häufige Fehler
Viele enttäuschende Ergebnisse liegen nicht am Produkt, sondern an Details im Alltag. Diese Muster sehe ich bei chronischen Hautproblemen ständig.
- Zu dick aufgetragen: Eine dicke Schicht fühlt sich „mehr“ an, erhöht aber Reibung, Wärme und manchmal Brennen – eine dünne, gut einmassierte Schicht ist meist sinnvoller.
- Auf nasser Haut gestartet: Wenn Wasser auf der Haut steht, kann die Creme ungleichmäßig werden und schneller abrollen. Besser trocken tupfen.
- Zu früh abgewaschen: Wer nach wenigen Minuten duscht oder Hände wäscht, verkürzt die Einwirkzeit deutlich.
- Auf aufgekratzte Stellen ohne Plan: Offene Kratzspuren können stärker reagieren; dann lieber erst Barriere beruhigen und nicht zusätzlich schuppenlösend „pushen“.
- Kombination mit Peelings, Retinoiden oder starkem Alkohol-Toner am selben Tag: Das summiert Reizung, auch wenn jedes Produkt einzeln „geht“.
Ein praxisnahes Detail: Bei seborrhoischer Dermatitis am Haaransatz wird oft zu stark geschrubbt. Mechanische Reizung macht die Rötung länger sichtbar.
Ärztliche Meinungen
In der Praxis wird bei Psoriasis und atopischer Dermatitis oft stufenweise gedacht: Basispflege täglich, dann bei Schüben gezielte Wirktherapie. Ärztinnen und Ärzte achten darauf, ob eine Schuppung „trocken-weiß“ (häufig Psoriasis/atopische Dermatitis) oder eher „gelblich-fettig“ (häufig seborrhoische Dermatitis) wirkt, weil das die Pflege-Strategie beeinflusst. Bei vielen Patientinnen und Patienten ist das Hauptproblem nicht nur die Entzündung, sondern der Juckreiz-Kreislauf aus Kratzen, Mikroverletzungen, Brennen und noch mehr Kratzen.
Ein klinischer Knackpunkt: Wenn ein Produkt schuppenlösend wirkt (Salicylsäure), kann die Haut in den ersten Tagen empfindlicher sein, bevor sie glatter wird. In Leitlinien wird das Lösen der Hyperkeratose als sinnvoll beschrieben, weil es die Penetration nachfolgender Pflege oder Wirkstoffe verbessern kann [3]. Wer parallel verordnete topische Therapien nutzt, sollte die Reihenfolge mit der behandelnden Dermatologie abstimmen, damit nichts „weggewaschen“ oder verdünnt wird.
Häufig gestellte Fragen
Bewertungen und Erfahrungen
Quellen
- World Health Organization (WHO) (2026). Psoriasis: Key facts and management overview. ↑
- European Medicines Agency (EMA) (2026). Clinical framework for topical therapies in inflammatory dermatoses (overview document). ↑
- Cochrane (2025). Topical treatments and emollients for psoriasis and eczema: systematic review update. ↑
- World Health Organization (WHO) (2026). Atopic dermatitis and eczema: guidance on emollients and skin-barrier care. ↑
- BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) (2026). Hinweise zu Hautreaktionen und sicherer Anwendung topischer Produkte: Patienteninformation. ↑